Spachtelverfahren zur punktuellen Kanalreparatur

Das Spachtelverfahren ist ein grabenloses Reparaturverfahren in der Kanalsanierung. Es wird eingesetzt, um Risse, Muffenschäden oder lokale Fehlstellen im Kanal punktuell und dauerhaft abzudichten.

Risse, Muffenschäden und Fehlstellen im Kanal präzise und grabenlos sanieren

Nicht jeder Schaden im Kanalnetz erfordert eine aufwendige Sanierung oder gar eine offene Bauweise. Viele Schadstellen lassen sich punktuell und wirtschaftlich reparieren. Das robotergestützte Spachtelverfahren ist ein grabenloses Reparaturverfahren, mit dem Risse, undichte Muffen, Löcher und Fehlstellen im Kanal gezielt abgedichtet werden können. Dabei wird ein spezielles Epoxidharz mithilfe eines Spachtelroboters präzise auf die vorbereitete Schadstelle aufgebracht und dauerhaft mit der Rohrwand verbunden.
Das Verfahren eignet sich besonders für lokal begrenzte Schäden in ansonsten intakten Rohrleitungen.

Risse, schadhafte Muffen oder kleine Ausbrüche im Rohrmaterial gehören zu den häufigsten Schadensbildern im Kanalnetz.

Solche Schäden können dazu führen, dass Wasser in den Kanal eindringt. Mit dem Spachtelverfahren lassen sich diese Schadstellen gezielt und grabenlos reparieren. Das Verfahren eignet sich besonders für lokal begrenzte Schäden, bei denen die Rohrstatik noch intakt ist. Das Spachtelverfahren wird eingesetzt, wenn lokale Schäden an der Rohrwand repariert werden müssen.

Häufige Schadensbilder sind:

  1. Längsrisse im Rohr
  2. Querrisse
  3. schadhafte Muffenbereiche
  4. punktuelle Löcher im Rohr
  5. Ausbrüche im Rohrmaterial
  6. Korrosionsschäden
  7. Fehlstellen im Rohrverbund

Gerade bei lokalen Schäden ohne statische Beeinträchtigung der Leitung ist das Verfahren eine wirtschaftliche Lösung.
 

Schäden im Kanalnetz entstehen aus unterschiedlichen Gründen.

Häufige Ursachen sind:

  • Materialalterung
  • Korrosion
  • Setzungen im Erdreich
  • mechanische Belastungen
  • Wurzeleinwuchs

Werden solche Schäden frühzeitig erkannt, lassen sie sich häufig mit punktuellen Reparaturverfahren wie dem Spachtelverfahren sanieren.

 

 

Einordnung des Spachtelverfahrens

Das Spachtelverfahren gehört zu den punktuellen Reparaturverfahren der grabenlosen Kanalsanierung. Es wird eingesetzt, um lokal begrenzte Schäden an der Rohrwand zu reparieren und abzudichten.
Im Gegensatz zu Renovationsverfahren wird keine vollständige Sanierung des Rohres durchgeführt, sondern eine gezielte Reparatur der Schadstelle

Gern beraten wir Sie persönlich und individuell!

Ihr Ansprechpartner

Steve Kämmerer Canal-Control Rohrsanierung
Steve Kämmerer
Fachbereichsleiter Kanalsanierung

Wie funktioniert das Spachtelverfahren?

Beim Spachtelverfahren wird die Schadstelle zunächst vorbereitet und anschließend mit einem speziellen Harz verspachtelt.

Der Ablauf erfolgt in mehreren Arbeitsschritten.

Vorbereitung der Schadstelle

Zunächst wird die Schadstelle mit einem Kanalfräsroboter vorbereitet.
Dabei wird: 

  • beschädigtes Material entfernt
  • eine Nut in der Schadstelle hergestellt

Diese Vorbereitung verbessert die Haftung des Reparaturmaterials.

 

Auftrag des Spachtelmaterials

Anschließend bringt ein Spachtelroboter ein pastöses 2-Komponenten-Epoxidharz auf die Schadstelle auf. Das Material wird durch kreisförmige Bewegungen gleichmäßig in die Schadstelle eingearbeitet.


Verdichtung und Formgebung

Das Harz wird präzise verteilt und verbindet sich mit der Rohrwand. So entsteht eine dauerhaft dichte Reparaturstelle.


Aushärtung

Nach kurzer Aushärtungszeit ist die Reparatur abgeschlossen und der Kanal kann wieder vollständig genutzt werden.
 

Technische Eigenschaften des Spachtelverfahrens

Das Verfahren zeichnet sich durch eine hohe Präzision und eine dauerhafte Abdichtung aus.

Typische Eigenschaften:

  • Robotergestütztes Reparaturverfahren
  • Einsatzbereich DN 200 bis DN 800
  • geeignet für Kreisprofile und Eiprofile
  • Reparatur von Schadstellen bis etwa 5 cm Tiefe
  • 2-Komponenten-Epoxidharz
  • elektrisch betriebene Robotertechnik
  • hohe Haftzugfestigkeit

Das Verfahren ermöglicht präzises Arbeiten auch in schwer zugänglichen Kanalabschnitten.

Das Verfahren bietet mehrere Vorteile in der grabenlosen Kanalreparatur:

  1. Präzise Reparatur: Schäden können gezielt und lokal behoben werden.
  2. Grabenlose Durchführung: Die Reparatur erfolgt ohne Tiefbauarbeiten.
  3. Wirtschaftliche Lösung: Besonders geeignet für einzelne Schadstellen.
  4. Kurze Bauzeiten: Der Kanal kann schnell wieder in Betrieb genommen werden.
  5. Minimaler Eingriff: Verkehr, Betrieb oder Nutzung werden kaum beeinträchtigt.

Das Spachtelverfahren gehört zu den nicht strukturellen Reparaturverfahren.

Es eignet sich besonders bei:

  • lokal begrenzten Schäden
  • Rissen
  • Muffenschäden
  • punktuellen Fehlstellen

Bei größeren strukturellen Schäden können andere Verfahren sinnvoll sein, beispielsweise:

  • Kurzliner
  • Edelstahlmanschetten
  • Renovationsverfahren

Eine fachliche Bewertung der Schadstelle ist daher entscheidend.

Baustellenbeispiel: Riss im Betonkanal

Bei einer TV-Inspektion wurde ein Längsriss in einem Betonkanal DN 400 festgestellt. Die Schadstelle wurde zunächst mit einem Kanalfräsroboter vorbereitet und anschließend mittels Spachtelverfahren repariert. Durch den präzisen Auftrag des Epoxidharzes konnte die Schadstelle dauerhaft abgedichtet werden. (siehe vorher / nachher)

Das Spachtelverfahren im Vergleich mit anderen Reparaturverfahren

Die Wahl des richtigen Verfahrens hängt immer vom konkreten Schadensbild im Kanal ab.

Je nach Schadensbild kommen unterschiedliche Verfahren zum Einsatz.

 

Schaden: mögliches Verfahren:
Riss im Rohr Spachtelverfahren
undichte Muffe Injektionsverfahren
Loch im Rohr Kurzliner
Anschlussstutzen Hutprofil
Rohrversatz Manschette

Wann ist das Spachtelverfahren besonders sinnvoll?

Das Spachtelverfahren eignet sich besonders für lokal begrenzte Schäden in Abwasserleitungen, bei denen die Rohrstatik noch intakt ist. Typische Einsatzfälle sind einzelne Risse, schadhafte Muffenbereiche oder kleinere Löcher im Rohrmaterial. Durch den präzisen Auftrag eines speziellen Epoxidharzes können solche Schadstellen punktuell repariert und dauerhaft abgedichtet werden.

Gerade im Rahmen der laufenden Kanalinstandhaltung bietet das robotergestützte Verfahren eine wirtschaftliche Lösung, um einzelne Schadstellen gezielt zu sanieren, ohne umfangreiche Bauarbeiten durchführen zu müssen. Dadurch lassen sich Schäden frühzeitig beheben und größere Folgeschäden am Kanalnetz vermeiden.
 

Warum die Canal-Control Rohrsanierung?

Die erfolgreiche Sanierung von Abwasserleitungen beginnt mit der richtigen Bewertung des Schadensbildes und der Auswahl eines geeigneten Verfahrens. Wir verfügen über langjährige Erfahrung in der grabenlosen Kanalsanierung und setzen moderne Robotertechnik ein, um Reparaturverfahren präzise und fachgerecht umzusetzen.

Als zertifizierter und spezialisierter Fachbetrieb unterstützen wir Kommunen, Industrieunternehmen, Ingenieurbüros und Betreiber von Kanalnetzen mit technisch fundierter Beratung und einer fachgerechten Durchführung der Sanierungsmaßnahmen. Ziel ist es stets, für jede Schadstelle die technisch und wirtschaftlich passende Lösung zu finden.

Wir bieten unseren Auftraggebern:

  • langjährige Erfahrung in der grabenlosen Kanalsanierung
  • modernste Kanalrobotertechnik
  • zertifizierte Verfahren
  • qualifiziertes Fachpersonal
  • technisch fundierte Beratung

Nicht jedes Verfahren ist für jede Schadstelle geeignet. Deshalb steht bei uns zunächst immer eine fachliche Bewertung des Schadensbildes.

 

Nicht jede Schadstelle im Kanal erfordert das gleiche Verfahren. Entscheidend sind unter anderem:

  1. Art des Schadens
  2. Größe der Schadstelle
  3. Zustand der Rohrleitung
  4. hydraulische Anforderungen

Auf Basis der TV-Inspektion wird bewertet, welches Verfahren technisch und wirtschaftlich am sinnvollsten ist. 

Neben dem Spachtelverfahren kommen beispielsweise auch Kurzliner, Verpressverfahren oder Manschetten zum Einsatz.
 

Wann wird das Spachtelverfahren eingesetzt?
Das Verfahren wird eingesetzt, wenn lokal begrenzte Schäden wie Risse oder kleine Löcher im Kanal repariert werden müssen.

Muss der Kanal aufgegraben werden?
Nein. Das Verfahren wird grabenlos durchgeführt.

Wie lange dauert die Reparatur?
In vielen Fällen kann eine Schadstelle innerhalb kurzer Zeit repariert werden.

Ist die Reparatur dauerhaft?
Bei fachgerechter Ausführung kann eine dauerhaft dichte Reparaturstelle mit einer Haltbarkeit von bis zu 20 Jahren entstehen.

Wir beraten Sie gern:

Steve Kämmerer Canal-Control Rohrsanierung
Steve Kämmerer
Fachbereichsleiter Kanalsanierung