Edelstahlmanschetten zur punktuellen Kanalreparatur

Lokale Schäden im Kanal dauerhaft und grabenlos abdichten
 

Edelstahlmanschetten gehören seit vielen Jahrzehnten zu den bewährten Reparaturverfahren in der Kanalsanierung. Sie werden eingesetzt, um lokale Schäden in Rohrleitungen dauerhaft abzudichten, ohne dass umfangreiche Tiefbauarbeiten erforderlich sind.
Bei diesem Verfahren wird eine Edelstahlmanschette mit einer umlaufenden Dichtung aus EPDM- oder NBR-Kompressionsgummi mithilfe eines Rollpackers an die Schadstelle im Kanal transportiert und dort unter Druck angepresst. Die Manschette dichtet die Schadstelle zuverlässig ab und stabilisiert gleichzeitig den beschädigten Rohrbereich. Das Verfahren eignet sich besonders für örtlich begrenzte Schäden im Kanal, beispielsweise bei Rohrversätzen, Rissen oder undichten Rohrverbindungen.
 

Ihr Ansprechpartner

Steve Kämmerer Canal-Control Rohrsanierung
Steve Kämmerer
Fachbereichsleiter Kanalsanierung

Edelstahlmanschetten werden eingesetzt, wenn einzelne Schadstellen im Kanal abgedichtet werden müssen. Typische Schadensbilder sind:

  • Rohrversätze
  • Risse im Rohr
  • beschädigte Muffen
  • Ausbrüche im Rohrmaterial
  • Wurzeleinwuchs
  • undichte Rohrverbindungen

Solche Schäden können zu Wasseraustritt oder Fremdwassereintritt führen und sollten frühzeitig repariert werden. Edelstahlmanschetten ermöglichen in solchen Fällen eine schnelle und dauerhafte Abdichtung der Schadstelle.
 

Schäden im Kanalnetz können unterschiedliche Ursachen haben. Häufig entstehen sie durch:

  • Alterung der Rohrmaterialien
  • Setzungen im Erdreich
  • mechanische Belastungen
  • Korrosion
  • Wurzeleinwuchs
  • fehlerhafte Rohrverbindungen

Wenn solche Schäden frühzeitig erkannt werden, können sie häufig mit punktuellen Reparaturverfahren wie Edelstahlmanschetten saniert werden.
 

Einordnung der Edelstahlmanschetten in der Kanalsanierung

Edelstahlmanschetten gehören zu den Reparaturverfahren der grabenlosen Kanalsanierung.

Sie werden eingesetzt zur:

  1. Abdichtung einzelner Schadstellen
  2. Reparatur von Rohrversätzen
  3. Abdichtung von Rissen
  4. Stabilisierung von Rohrverbindungen

Neben punktuellen Reparaturen können Edelstahlmanschetten auch im Serienversatz eingesetzt werden, wenn mehrere Schadstellen innerhalb eines Kanalabschnitts vorhanden sind.

 

Die Reparatur erfolgt mithilfe moderner Kanalrobotertechnik. Der Ablauf erfolgt in mehreren Arbeitsschritten.

Vorbereitung der Schadstelle

Zunächst wird die beschädigte Stelle mit einem Kanalfräsroboter vorbereitet. Dabei werden:

  • Wurzeln entfernt
  • Versätze geglättet
  • lose Materialien beseitigt

Positionierung der Manschette

Die Edelstahlmanschette wird auf einem Rollpacker im Kanal positioniert und zur Schadstelle transportiert.

Anpressen der Manschette

Die Manschette wird mithilfe von Luftdruck an die Rohrwand gepresst. Die umlaufende EPDM- oder NBR-Dichtung sorgt für eine dauerhafte Abdichtung der Schadstelle.

Fixierung

Nach dem Anpressen bleibt die Manschette dauerhaft im Rohr und dichtet die Schadstelle zuverlässig ab.

 

Einsatzbereiche von Edelstahlmanschetten

Edelstahlmanschetten werden in der Kanalsanierung eingesetzt, wenn lokal begrenzte Schäden im Rohrsystem zuverlässig abgedichtet werden müssen. Typische Anwendungsfälle sind beispielsweise Rohrversätze, beschädigte Muffen oder Risse im Rohrmaterial. Auch bei Wurzeleinwuchs oder lokalen Undichtigkeiten können Edelstahlmanschetten eine effektive Lösung darstellen. Durch das Anpressen der Manschette mit einer umlaufenden Dichtung wird die Schadstelle dauerhaft abgedichtet und gleichzeitig stabilisiert, ohne dass aufwendige Tiefbauarbeiten erforderlich sind.

Rohrdimensionen

  • Einsatzbereich in nicht begehbaren Kanälen: DN 150 – DN 800
  • Für begehbare Profile von DN 800 – DN 2400 stehen ebenfalls technische Sanierungslösungen zur Verfügung.

Edelstahlmanschetten bei Liner-Sanierungen

Edelstahlmanschetten werden häufig auch im Zusammenhang mit Schlauchlinersanierungen eingesetzt. Beispielsweise als Linerendmanschette. Dabei dichtet die Manschette die Anbindung zwischen Liner und Schacht oder Bauwerk ab und verhindert eine sogenannte Hinterläufigkeit. Die Manschette wird dabei mit Luftdruck angepresst und schließt bündig und dauerhaft dicht an.
 

Das Verfahren bietet mehrere Vorteile in der Kanalreparatur.

  1. bewährtes Verfahren seit vielen Jahrzehnten
  2. grabenlose Reparatur
  3. schnelle Installation
  4. dauerhafte Abdichtung
  5. Stabilisierung beschädigter Rohrbereiche

Edelstahlmanschetten ermöglichen eine wirtschaftliche Reparatur einzelner Schadstellen im Kanal.
 

Edelstahlmanschetten eignen sich besonders für lokale Schäden im Kanal. Wenn jedoch mehrere Schadstellen innerhalb eines Abschnitts vorhanden sind, kann eine Renovation des Kanalabschnitts, beispielsweise durch eine Schlauchlinersanierung, wirtschaftlicher sein. Die Wahl des geeigneten Verfahrens erfolgt daher immer auf Grundlage der TV-Inspektion und Schadensanalyse.
 

Vergleich mit anderen Reparaturverfahren

Je nach Schadensbild kommen unterschiedliche Verfahren zum Einsatz:

 

Schaden: mögliches Verfahren:
Rohrversatz Edelstahlmanschette
Anschluss beschädigt Hutverfahren
undichte Anschlussstelle Verpressverfahren

Fachgerechte Bewertung der Schadstelle

Nicht jede Schadstelle im Kanal erfordert das gleiche Reparaturverfahren. Die Canal-Control Rohrsanierung bewertet auf Grundlage der TV-Inspektion, welches Verfahren technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist. Neben Edelstahlmanschetten kommen je nach Schadensbild beispielsweise auch Spachtelverfahren, Kurzliner, Hutprofile oder das Janssen Verfahren zum Einsatz.
 

 

Wann werden Edelstahlmanschetten eingesetzt?

Edelstahlmanschetten werden eingesetzt, um lokale Schäden im Kanal abzudichten, beispielsweise bei Rohrversätzen oder beschädigten Muffen.

 

Wie lange hält eine Edelstahlmanschette?

Bei fachgerechter Installation kann eine langfristige und dauerhafte Abdichtung erreicht werden. 

 

Muss der Kanal aufgegraben werden?

Nein. Die Reparatur erfolgt grabenlos mithilfe von Kanalrobotertechnik.